elcassette - planewreck

Samstag, 22. Mai 2010 um 17:29 - futziwolf

elcassette - "planewreck"
CD-Handmade-Packaging / (kein label/Eigenvertrieb) VÖ: 28.05.2010

label / vertrieb :

Eigenvertrieb: http://www.myspace.com/elcassettemusic + http://de.dawanda.com/shop/elcassette




[review:]

Auf ihrem in D.I.Y.-Manier selbstproduziertem und im Eigenvertrieb herausgebrachten Debut "planewreck" präsentieren elcassette eine unglaublich vielseitige und erfrischende Mischung aus IndieRock orientierten Songs mit experimentellen Einflüssen und überzeugenden Electro-Wave-Punk- und Folkausflügen. Für Fans von Kathleen Hanna und LeTigre sicherlich die Entdeckung des Jahres. Der hohe Ohrwurmcharacter ihrer Songs zeiht sich fast durch die ganze Platte, was bei dem Opener "no way to stay" noch dadurch verstärkt wird, das es das Stück am Ende noch Mal in einer wunderbaren lo-fi-unplugged-Version gibt. Bei "total conflict" heißt es dann Fenster und Verstärker aufreißen und die Turnschuh heißrocken. Der Titeltrack und "bi-mart" werden Hits, ganz sicher. Nach dem kurzen und etwas düsteren "DV", einem Song über häusliche Gewalt, rockt dann "naked" mit ausnehmend ironischen Lyricqualitäten (siehe unten in Lyrics).
D
ie ZweiFrauenBand aus München sind das frischeste und lebhafteste was zur Zeit die deutschen Bühnen rockt. Bestehend aus Sängerin Maria Cincotta, die Gitarre und Synthesizer spielt und der ebenfalls singenden Schlagzeugerin Elke Brams. elcassette gibt es seit November 2009. Maria kommt aus den USA und lebt erst seit kurzem in München. Elke kommt aus Bayern, beide haben schon reichlich Liveerfahrung in diversen anderen Bands gesammelt. Ihr Bandname bezieht sich auf ein Kassettenformat, welches bis in die 80er-Jahre hinein produziert wurde, das sich aber aufgrund seiner Größe und seines Preises gegenüber der MC nie durchgesetzt hat. Elke erzählt dazu: "Kurz bevor wir den Namen entdeckt hatten, führten Maria und ich ein Gespräch darüber, wie es war, als wir mit Kassetten Radiosendungen aufgenommen und der Moderator ständig ins Songende gequatscht hat oder der Kassettenspieler kaputt war und das Band ein einziger Salat war, und nach dem Aufspulen trotzdem nichts mehr zu retten war. Wir hielten das dann für ein Omen und nannten uns daraufhin elcassette."
"planewreck" haben die beiden einerseits aus Kostengründen auf CD aufgenommen (bei ihren Livekonzerten nehmen sie allerdings stets einige Kassetten mit, die sie dann ins Publikum geben), andererseits hat die CD für sie eher den Charakter einer Demo für Booker und Promoter um an Gigs zu kommen als den einer professionellen CD für den Verkauf. Der aponaut wagt sich gewiss nicht zu weit aus dem Fenster wenn wir elcassette prognostizieren durch ihre gigs schon bald ein Label am Bein zu haben bei denen sie dann auch Platten aufnehmen können. Deswegen raten wir jedem Leser sich dran zu halten und sich eine der vielleicht schon bald raren Exemplare von "planewreck" zu sichern, natürlich vorzugsweise auf einem Konzert. Wir glücklichen im Pott haben am 31.Juli im AZ Mülheim dazu Gelegenheit. Hingehen, Feiern, CD Kaufen, Glücklich Sein !!!   -   großmutter futziwolf

artist website:

http://www.myspace.com/elcassettemusic

booking contact:
elcassette@yahoo.com

elcassette sind:
maria cincotta - gitarre und gesang
elke brams - schlagteug und gesang

mukke:
http://www.myspace.com/elcassettemusic

video:



YouTube-Direktlink



tourdaten:

29. May 2010 - 20:00 - Neukeller - München,
GERMANY
30. May 2010
- 21:00 - Kafe Kult - München, GERMANY    
12. Jun 2010
- 21:00 - Ladum - Prad am Stilfserjoch, Bolzano, IT    
19. Jun 2010
- 20:00 - Bunkers Cafe - Köln, GERMANY    
17. Jul 2010
- 20:00 - München CSD - München, GERMANY
31. Jul 2010
- 20:00 - AZ Mülheim - Zinefest - Mülheim, NRW , GERMANY
05. Aug 2010
- 20:30 - beat!club stuttgart - Stuttgart, Baden-Württ., GERMANY
15. Sep 2010
- 20:00 - Sunny Red - München, GERMANY

Interview mit Maria:
Ich hab angefangen, Gitarre zu spielen, als ich 15 Jahre alt war. Nirvana waren zu der Zeit gerade sehr groß und ich habe mit den Nirvana-Songs meine ersten Gitarrengriffe gelernt. Kurz darauf habe ich dann KXLU entdeckt, einen Uniradiosender in Los Angeles. Die haben sehr viel D.I.Y.-lo-fi-Undergroundmusik gespielt. Ich war sehr beeindruckt davon, dass Bands wie Sebadoh ihre Alben in ihrem Keller selbst aufgenommen haben. Das hat mich auf den Gedanken gebracht, das selbst auch schaffen zu können. Daraufhin habe ich mir ein "Four-Track"-Aufnahmegerät gekauft und angefangen, meine eigenen Lieder damit aufzunehmen. Mit Kassetten – natürlich!  Ich fand es super, dass man die Kassetten umdrehen und rückwärts abspielen konnte.  Mit den vier Spuren war es möglich, Lead- und Rhytmusgitarre auf je einer Spur aufzunehmen, Keyboard zu spielen, die Vocals einzusingen – letzteres sogar im Chor.



Bands wie the New Bad Things, Kicking Giant und Beat Happening waren mir ganz wichtig für meine musikalische Entwicklung. Dann hab ich die riot-grrrl-Musik entdeckt. Ich fand es schade, dass es zu der Zeit relativ wenige beeindruckende Frauen in der Musikszene gab. Aber riot-grrrl-Bands waren richtig stark, richtig kräftig, richtig laut - mit denen konnte ich mich identifizieren. Bands wie Bikini Kill fand ich genial. Und dann habe ich die ganze queercore-Musikszene entdeckt. Team Dresch und The Need zum Beispiel. Ich wollte eine solche Art von Musik machen, die so stark, energisch und laut war. Ich mochte Sänger, die sich anhören, als ob sie gesanglich nicht unterrichtet worden wären, wie z. B. Moe Tucker von The Velvet Underground und Corin Tucker, als sie mit Heavens to Betsy gespielt hat (bevor sie zu Sleater-Kinney kam). Ich mag den Sound von rohen, unbearbeiteten Stimmen...



D.I.Y. ist für mich ein wichtiger Bestandteil in der Musik. Wenn es offensichtlich und hörbar ist, dass eine Band was selbst gemacht hat, heißt es, dass es mit Leidenschaft und vor allem viel Arbeit gemacht wurde. Bevor das Radio erfunden wurde, mussten Leute selbst Musik machen, wenn sie welche hören wollten. Das ist der Ursprung. Musik war schon immer etwas, das die Leute zusammen gebracht hat. Ich finde, D.I.Y.Musik versprüht diese Atmosphäre. Im Gegensatz dazu macht der Mainstream die Leute faul, etwas zu kreieren, weil es so einfach ist, Musik zu konsumieren.

Ich spiele sehr gerne in Underground Clubs, in sozialen Zentren und Organisationen, aber auch bei Ladyfests und überall, wo Leute kreative Kultur unterstützen. Doch grundsätzlich ist jeder Gig, jede Art von Veranstaltung, jedes Publikum etwas besonderes, wenn man es schafft, wenigstens eine einzige Person zu überzeugen. Dann hat der Gig sich gelohnt.



In unseren Songs geht es unter anderem um das Leben und um den Tod. Zwei Freunde von mir wurden bei einem Unfall getötet. Sie waren noch so jung. Man weißt nie, wann das Leben zu Ende ist. Deswegen sollten wir jeden Tag neu entdecken, als ob es unser letzter sein könnte.
Wir haben eine Art politisches Lied. "DV" handelt von häuslicher Gewalt. Ich habe einmal bei einer Frauenhilfsorganisation gearbeitet und es war traurig zu sehen, wie viele Leute davon betroffen sind und nicht mehr aus dieser Situation heraus kommen. Manche Leute meinen, es wäre nicht schwer, eine solche Beziehung zu beenden. Naja, leichter gesagt als getan. Es gibt so viel Gewalt, die in einer Beziehung oder Familie passieren kann und viele Frauen sind in dieser Situation sehr isoliert und haben niemanden, mit dem sie reden können. Ich habe "DV" geschrieben, um meine Erfahrungen aus dieser Zeit zu verarbeiten.

Für mich ist Musik zu machen auf eine gewisse Art politisch, weil die Menschen an der Kultur teilhaben können. Sie müssen nicht auf der Couch sitzen und fernsehen, sondern können selbst etwas "tun" und Ihre Gefühle und Meinungen zum Ausdruck bringen.


lyrics:
No Way To Stay: It’s strange; we’re just born to die.  We don’t know when, we don’t know why.  It’s something we’re all heading for.  There’s no way to anticipate what’s in store.  I’m kind of scared; there’s no way to stay.  But if you’ll join me, I’ll be okay.  It’s one thing that we all share.  We don’t know a bit about where we’re ending up ultimately.  We’ve just got to wait and see. There’s no use conjecturing the answers to this crazy thing; this life, this death, no clue, just go.  Don’t stop to interrogate the flow. Where will we go, when it’s all through?  Don’t matter now, if it’s with you.  Don’t fuck it up.  We only have one chance in this life.  Don’t fuck it up.  There’s no going back.

Tomorrow: Shortly before the end of the world, I wanted to know what to expect.  After the laughter and the tears, is there anything left to protect?  How will we know when it’s all through, will it crumble and disappear?  Or will it explode with a great big bang, something so loud you can hardly hear?  Are you ready for the end, have you said your prayers, have you had enough adventures, done away with your cares? Found the meaning of life and sorted out your heart, loved and lost and been torn apart?  Someday we’ll leave reality, disappear without a trace, share a kiss with infinity, fall out into endless space.  Savor the moments that you still have. Forget about tomorrow.  No one knows it quite for sure; it just might be time to go.

What Time Will Allow: I’ve got an everlasting hunger that cuts me like a knife.  I’ve got the longing to know what is wrong and what is right.  I need to hear right now what direction I should take, ‘cause when I go down, you’re gonna crumble in my wake.  ‘Cause we’ve got just one life to play with, unless you’d like to betray myth.  We’ve only so much time to breathe, before we’re called out to leave.  Don’t know what you believe, but I believe in now.  I’m trying to conceive what time will allow.  It’s not every day you’re singing your own song.  It’s damned near impossible to be so crazy strong.  There’s an ache that will break every valve of my heart, if I don’t uncover the most important part. Every minute that goes by, I recognize, is a minute less of life, I’m closer to demise.  The days are getting shorter.  It’s time to decide, am I living my life, or am I just along for the ride?  There’s just so much pressure to find out where you belong; after years of searching, don’t want to find out you were wrong.  The answer’s not static; it’s changing all the time.  It’s so hard to capture the curves of life’s designs.



Total Conflict: You say it’s just a phase, blind to what you can’t accept.  I’ve got my, I’ve got my sanity to protect.  But thanks for bringing me up to think for myself.  That’s why I can put all your values on the shelf.  I’m coming up with something new that works for me.  I’m figuring out a way to be happy.  Might not fit into your paradigm, might not fit into your paradigm.  I don’t owe you anything, since you’ve forsaken me.  I’m finished with regrets; I’m over feeling guilty.

Planewreck: It’s late, and you’re a thousand miles away.  Hope it works, and you see another day.  Take your time, and defy gravity.  Let that plane deliver you right back to me.  Turbulence destroys my trust.  A mile high in the sky and it’s a bust.  Worst-case scenario, you come tumbling down.  Remember I love you before…  I’m here lying in bed waiting for you.  Don’t want to get that call that tells me what I already knew.  Lost at sea between two points never to be found.  Can’t grasp the truth: you won’t be coming around…

Dyke Bar:
You were hanging by the bar, just chatting with some dame.  I walked up to you and I cut in on your game.  I said, “Baby, got the time?”  She said, “I got the time for you.”  So we checked out of that bar, there was nothing you could do.  You walked into a club, just to try and strut your stuff.  You moved around the floor, didn’t know when was enough. Parked yourself by Janie, said, “Hey girl, you lookin’ fine.” Janie looked you up and down, she said, “Didn’t you read the sign?”  You walked into the wrong bar, baby.  Did you think it was ladies’ night?  It’s ladies’ night all the time up in here; you’re in a dyke bar, baby, and it’s alright.  You snuck into a dive ‘cause you heard the music pumpin’, your jaw dropped into your lap, ‘cause the booties were a’bumpin’.  You got next to a lady, started grinding on her bum.  She turned around and said, “Are you slow, or you just dumb?”

Naked:  I’ll have you know in advance I wanna take off your pants.  I don’t think it’s rude that I wanna see you nude.  I think it’s only fair that I take off your underwear. I took off mine long ago, now I’m all ready to go.  Get naked with me tonight, yeah, yeah, get naked with me tonight.  I wanna touch you all over, make you feel alright.  Get naked with me tonight.  I’m sick of all this waiting and anticipating the point of consummation and deep penetration.  The way that you smell makes me horny as hell.  Yeah, I know you’re afraid, but I wanna get laid.
Would you really care if I touched you down there?  I wanna get it on; we’ll be doing it ‘til dawn.  Already in a sweat, yeah, you really get me wet.  You make my blood pound; I wanna push you to the ground.  Yeah, I like you a lot.  I think you can tell by now how I feel.  And when I hold your hand, I know that what’s between us is real.  I look into your eyes, and see that you like me.  My heart skips a beat.  I kinda like it when I can touch you all over.  Yeah, I feel the heat.
I know you think I’m pure, but I’m ready, I’m sure, to be dirty and sick and do things to your (what?) And you can touch me, too, that’s what I want you to do.  And then we can do more on the couch and on the floor.

DV:
It could happen to you.  You’re not invincible.  Stop pointing the finger; that’s not helpful.  You think it only happens to others, the poor, the straight, unwed mothers.  You think it can’t touch you?  You’re wrong.  You can’t always be that strong.  D.V.- what does it stand for?  Domestic violence!  D.V.- so what’s the point?  To stop the silence!  When it comes to pass, you won’t be the last.  Don’t wait until then to speak out against it.

Bi-Mart: I went down the Bi-Mart parking lot, biked alongside you as you walked.  Looked at you as you gazed off into space, nothing to say, but we talked and talked.   Yeah, I like you and you like me, too, nothing more and nothing less, more and nothing less.  We walked along the secret path, winding through the still black night.  I made you kiss me where no one saw us, made you kiss me hard, out of spite.  Yeah, I like you and you like me, too, nothing more and nothing less, more and nothing less, but sometimes I feel stronger about you when you undress.  And then you ran away, without a word, without a sound, cut right out of the situation, left my brain alone to pound.....

I Don’t Give a Fuck: There was a time when you were mine, but that time is forbei since you spit in my eye.  There was a game that we used to play.  I’m through with the games, yeah, that shit’s in my way.  There was a time you could’ve begged me to stay, but I don’t give a fuck about you anymore.  I used to listen for your footsteps, couldn’t fall asleep without having you near.  I used to long for the taste of your mouth; now I prefer a glass of beer.  Thought you were the reason why I was queer, but I don’t give a fuck about you anymore.  Why did you step into my world, to mess with my mind, to tear up my heart?  At least I know what I don’t want, and that’s the best place for me to start.  I used to defend you to my friends, but that time’s reached an end, I ain’t on the defense.  Now I get it; I won’t forget it.  Their suspicions made perfect sense.  I’m not sitting on the fence, ‘cause I don’t give a fuck about you anymore.
I’m sick of seeing you in my neighborhood.  It’s time for you to leave.  Am I understood?  This breakup is for good, ‘cause I don’t give a fuck about you anymore.


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